Baden Württemberg

Corona-Soforthilfe Baden-Württemberg

Wer wird gefördert?

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), und Unternehmen mit land- und forstwirtschaftlicher Urproduktion sowie der Fischerei gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

Als Unternehmen wird „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt“ definiert (siehe KMU-Definition der EU). Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen. Mit ihrer Selbstständigkeit müssen Antragsteller wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder als Freiberufler und Soloselbständige im Haupterwerb tätig sein.

Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u. a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden.

Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig, da erst am 11. März 2020 die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt wurde.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe ist ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss. Dieser ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

  • 9.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 5,0 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente, VZÄ)
  • 15.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10,0 Beschäftigten (VZÄ)
  • 30.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50,0 Beschäftigten (VZÄ)

Die konkrete Einmalzahlung orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für die drei auf die Antragstellung folgenden Monate. Die Soforthilfe wird berechnet auf Basis des betrieblichen Sach- und Finanzaufwands des Antragsstellers (u. a. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingaufwendungen), bezogen auf die drei genannten Monate.

Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Unternehmen steht es frei, ihre Auszubildenden bei der Beschäftigtenzahl voll anzurechnen.

Förderungsbedingungen

  • Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Baden-Württemberg.
  • Bei Soloselbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe liegt der Wohnsitz in Baden-Württemberg.
  • Es wurde noch keine vergleichbare Hilfe bis zur maximalen Zuschusshöhe für das Unternehmen oder eine in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten.
  • Anträge sind immer vom Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.

Die Soforthilfe ist eine finanzielle Überbrückung für kleine und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine Beantragung ohne diese Voraussetzung zu erfüllen, Betrug ist. Der Betrugstatbestand sieht eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor. Jeder Fall, der bekannt wird, wird zur Anzeige gebracht. Eine möglicherweise bereits gewährte Soforthilfe ist in diesen Fällen zurückzuzahlen.

Antragsformular

Seit Donnerstag, 9. April 2020, sind die Soforthilfe-Programme des Bundes und des Landes nun abschließend fusioniert und eine Antragstellung ist möglich. Bitte nutzen Sie nur die hier verfügbaren Formulare.

WICHITG: Alte Antragsformulare werden ab sofort nicht mehr anerkannt.

Für Unternehmen bis 10 Beschäftigte BUND:
https://assets.baden-wuerttemberg.de/pdf/Antrag_Soforthilfe-Corona_Bund.pdf

Für Unternehmen mit mehr als und bis zu 50 Beschäftigten LAND:
https://assets.baden-wuerttemberg.de/pdf/Antrag_Soforthilfe-Corona_Land.pdf

Hilfestellung zur Antragsstellung bzw. zum Ausfüllen des Formulars finden Sie hier.

Hilfe und Beratung

Hilfestellung bei der Feststellung der Antragsberechtigung sowie bei der Beantragung bieten ausschließlich die hier aufgelisteten Beratungsstellen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an die für Sie eingerichtete Hotline der Kammern.

WICHTIG!
Bitte versenden Sie keine Antragsformulare auf dem Postweg oder per E-Mail an die Kammern oder das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Bitte nutzen Sie ausschließlich das Portal der Kammern zur Übermittlung Ihres Antrags: www.bw-soforthilfe.de

Industrie- und Handelskammern

IHK Bodensee-Oberschwaben: 0751 / 409-250
IHK Heilbronn-Franken: 07131 / 9677-111
IHK Hochrhein-Bodensee: 07531 / 2860 333 und 07622 / 3907-333
IHK Karlsruhe: 0721 / 174 111
IHK Nordschwarzwald: 07231 ­/ 201-366
IHK Ostwürttemberg: 07321 / 324-0
IHK Region Stuttgart: 0711 / 2005-1677
IHK Reutlingen: 07121 / 201-0
IHK Rhein-Neckar: 0621 / 1709-600 und 0621/ 1709-0
IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg: 07721 / 922-244
IHK Südlicher Oberrhein: 0761 / 3858-823 und 0761 / 3858-824
IHK Ulm: 0731 / 173-333

Handwerkskammern

Handwerkskammer Freiburg: 0761 / 21800-456
Handwerkskammer Heilbronn-Franken: 07131 / 791-177 und 07131 / 791-178
Handwerkskammer Karlsruhe: 0721 / 1600-333
Handwerkskammer Konstanz: 07531 / 205-201
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar Odenwald: 0621 / 18002-0
Handwerkskammer Reutlingen: 07121 / 2412-555
Handwerkskammer Region Stuttgart: 0711 / 1657-0
Handwerkskammer Ulm: 0731 / 1425-6900

Freie Berufe

Institut für Freie Berufe (IFB): 0911 / 23 565 28
gruendung@ifb.uni-erlangen.de

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz:
0711 / 126-1866 oder 1867
Hotline: 9.00 bis 17.00 Uhr

Stand: 28.04.2020 | Hinweis: Für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen übernehmen wir keinerlei Gewähr.