Bayern

Corona-Soforthilfe Bayern

Wer wird gefördert?

Anträge können von Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Für Antragsteller mit bis zu 10 Beschäftigten gilt:
Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe und Unternehmen (bis zu 10 Beschäftigten: einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion), die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Haupterwerb als Freiberufler oder Selbstständige tätig sind,
    und in beiden Fällen
  • ihre Tätigkeit von einer inländischen Betriebsstätte oder einem inländischen Sitz der Geschäftsführung aus ausführen und
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind.

Unerheblich ist, ob der Antragsberechtigte ganz oder teilweise steuerbefreit ist. Personenvereinigungen und Körperschaften werden als eine Einheit betrachtet. Öffentliche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen.

Wichtiger Hinweis für Startups (Unternehmen, die nach dem 31. Dezember 2019 gegründet wurden):
Aktuell können Anträge für diese Unternehmen nicht bearbeitet werden.

Was wird gefördert?

Grundsätzlich wird dann gefördert, wenn ein Liquiditätsengpass entstanden ist. Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Private und sonstige (=auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig, da erst am 11. März 2020 die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt wurde.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro
  • bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro

Obergrenze für die Höhe der Finanzhilfe ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses.

Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Anleitung zum Antragsverfahren

  • Der Antrag ist ausschließlich online einzureichen.
  • Falls schon ein Antrag gestellt wurde, ganz unerheblich davon, ob schon ein Bescheid oder eine Auszahlung erteilt wurde, dieses bitte im elektronischen Antragsformular ankreuzen.
  • Der Antrag darf nur einmal gestellt werden.
  • Nach Eingabe der Anzahl der Beschäftigten erkennt und entscheidet das Programm selbst, ob das bayerische oder das bundesdeutsche Soforthilfe-Programm angewendet wird.
  • Die konkrete Höhe des Liquiditätsengpasses ist zu beziffern (unter Nr. 5). Andere Angaben werden nicht berücksichtigt oder bearbeitet.
  • Anträge, die nach dem 31. März 2020 per PDF oder Post gesendet wurden, werden nicht mehr bearbeitet.
  • Die örtliche Zuständigkeit liegt bei der Bewilligungsbehörde, in deren Bezirk die Betriebs- bzw. Arbeitsstätte des Antragsstellers liegt.
  • Liegt die Betriebs- bzw. Arbeitsstätte im Stadtgebiet München, so ist die Bewilligungsbehörde die Stadt München.

Antragsformular

Liste der örtlichen Vollzugsbehörden

Stadtgebiet München
Landeshauptstadt München
Tel. 089 / 233-22070
www.muenchen.de/arbeitundwirtschaft

Regierungsbezirk Oberbayern außer Stadtgebiet München
Regierung von Oberbayern
Tel. der IHK: 089 / 5116-0
Kooperationsprojekt der IHK für München und Oberbayern
www.regierung.oberbayern.bayern.de

Regierungsbezirk Niederbayern
Regierung von Niederbayern
Tel. 0871 / 808-2022
www.regierung.niederbayern.bayern.de

Regierungsbezirk Oberpfalz
Regierung der Oberpfalz
www.regierung.oberpfalz.bayern.de

Regierungsbezirk Oberfranken
Regierung von Oberfranken
Tel. der IHK für Oberfranken: 0921 / 886-0
Tel. der Handwerkskammer für Oberfranken: 0921 / 910-150
Tel. der IHK zu Coburg: 09561 / 7426-776
www.regierung.oberfranken.bayern.de

Regierungsbezirk Mittelfranken
Regierung von Mittelfranken
Tel. 0981 / 53-1320
www.regierung.mittelfranken.bayern.de

Regierungsbezirk Unterfranken
Regierung von Unterfranken
Tel. 0931 / 380-1273
Tel. der IHK Würzburg-Schweinfurt: 0931 4194-800
Kooperationsprojekt der IHK Würzburg-Schweinfurt
Tel. der IHK Aschaffenburg: 06021 880-0
Kooperationsprojekt der IHK Aschaffenburg
Mo. – Do. 8 – 17 Uhr; Fr. 8 – 13 Uhr
www.regierung.unterfranken.bayern.de

Regierungsbezirk Schwaben
Regierung von Schwaben
Tel. 0821 / 327-2428
www.regierung.schwaben.bayern.de

Stand: 28.04.2020 | Hinweis: Für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen übernehmen wir keinerlei Gewähr.