Bremen

Corona-Soforthilfe Bremen

Wer wird gefördert?

In Bremen gibt es 3 Corona-Soforthilfen:

Bundesprogramm: Liquiditätshilfen für Soloselbstständige, Freiberuflich Tätige oder kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten.
Landesprogramm: Liquiditätszuschüsse für kleine Unternehmen mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigten.
Liefergemeinschaften: Programm zur Förderung von Liefergemeinschaften

Bundesprogramm

  • Kleine Unternehmen (einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion) mit bis zu 10 Beschäftigten, die wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt tätig sind
  • Freiberuflich Tätige und Soloselbstständige, die die Tätigkeit im Haupterwerb ausüben und die zudem
    • Ihre Tätigkeit von einer Betriebsstätte oder einem Sitz der Geschäftsführung im Land Bremen ausführen,
    • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind,
    • durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind und
    • nicht bereits am 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.

Bei der Zuordnung als kleines Unternehmen ist nicht die Zahl der Mitarbeiter, sondern die Anzahl sogenannter Vollzeitäquivalente entscheidend. Parallel zu den Soforthilfen können Leistungen der Grundsicherung beantragt werden, deren Antragsvoraussetzungen vereinfacht worden sind (weitere Informationen erhalten Sie hier https://www.bab-bremen.de/stabilisieren/beratung/task-force.html#grundsicherung).

Landesprogramm

Kleinunternehmen der gewerblichen Wirtschaft:

  • mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigte und
  • bis zu 10 Millionen Euro Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme und die zudem
    • den Sitz oder die Betriebsstätte im Land Bremen haben,
    • durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind und
    • nicht bereits am 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.

Bei der Zuordnung als kleines Unternehmen ist nicht die Zahl der Mitarbeiter, sondern die Anzahl sogenannter Vollzeitäquivalente entscheidend.

Liefergemeinschaften 

Zusammenschlüsse von mindestens 10 kleinen Unternehmen aus der Einzelhandelsbranche, die gemeinsam eine lokale Liefergemeinschaft einrichten, betreiben oder diese erweitern wollen. Zudem gilt:

  • Sind die Unternehmen in einem Verein, einer Werbegemeinschaft oder einer sonstigen Einheit mit eigener Rechtspersönlichkeit zusammengeschlossen, so ist diese Einheit antragsberechtigt.
  • Sind die Unternehmen in einer Kooperation oder Netzwerken ohne eigene Rechtspersönlichkeit zusammengeschlossen, so ist ein von den beteiligten Unternehmen zu bestimmendes koordinierendes Unternehmen antragsberechtigt.
  • Die Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben.

Was wird gefördert?

Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die laufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten aus dem laufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand in den nächsten 3 Monaten zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Bezüglich Liefergemeinschaften
Gegenstand der Förderung ist eine Anschubfinanzierung für den Aufbau, den Ausbau sowie den Betrieb lokaler Liefergemeinschaften in der ersten Auf- bzw. Ausbauphase. Lokale Liefergemeinschaften im Sinne dieser Richtlinie sind Liefergemeinschaften von Unternehmen des Einzelhandels, die mit eigener Lieferlogistik oder mit lokalen Logistikpartnern ein lokales Absatzgebiet beliefern. Gefördert werden sowohl Investitionen als auch Betriebsmittel.

Wie wird gefördert?

Bundesprogramm

Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbare Billigkeitsleistung gewährt. Die Höhe der Soforthilfe orientiert sich an dem jeweils errechneten Liquiditätsengpass des Antragstellers für die nächsten 3 Monate (ab Antragsstellung). Die maximale Leistungshöhe wird dabei durch die Anzahl der Beschäftigten begrenzt:

  • Max. 9.000 EURO für Antragsteller mit bis zu 5 Beschäftigten
  • Max. 15.000 EURO für Antragsteller mit bis zu 10 Beschäftigten

Dabei ist nicht die Zahl der Mitarbeiter, sondern die Anzahl sogenannter Vollzeitäquivalente entscheidend.

Welche Kosten/Zahlungen können für die Ermittlung des Liquiditätsengpasses angesetzt werden?

  • Miete und Pachtzahlungen für gewerblich genutzte Räumlichkeiten (bei Mietreduzierung um mind. 20% können Mietkosten für 5 Monate angesetzt werden)
  • Versicherungsbeiträge für die gewerbliche Tätigkeit
  • Zinsen, Leasingraten und Tilgungen für gewerblich genutzte Güter und Einrichtungen, sofern hierfür nicht bereits Stundungen gewährt wurden
  • Kfz-Kosten (Versicherungen / Leasingkosten / Haftpflicht), wenn das Fahrzeug für die wirtschaftliche Tätigkeit erforderlich ist
  • Nicht angesetzt werden können Personalkosten, entgangene Umsätze oder private Lebenshaltungskosten

Die Kosten können für 3 aufeinanderfolgende Monate angesetzt werden. Bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses sind die voraussichtlichen Einnahmen der nächsten 3 Monate abzuziehen.

Bitte beachten: Gewährte Zuschüsse dienen als Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Realisierung anderer Ansprüche. Im Falle einer Überkompensation (Entschädigungs- und Versicherungsleistungen, andere Fördermaßnahmen z. B. des Landes) sind die erhaltenen Zuschüsse zurückzuzahlen. Die zweckentsprechende Verwendung wird von den Bewilligungsstellen im Nachgang geprüft. Die Antragsteller müssen Unterlagen zum Nachweis des Liquiditätsbedarfes mindestens 10 Jahre aufbewahren und vorlegen können.

 

Landesprogramm

Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbare Billigkeitsleistung gewährt. Die Höhe der Soforthilfe berechnet sich aus dem nachweisbaren Liquiditätsengpass des Antragstellers für die nächsten 3 Monate (ab Antragsstellung). Die maximale Förderhöhe beträgt

  • je nach Höhe des vom Antragsteller dargelegten Liquiditätsengpasses bis zu 20.000 Euro.

Welche Kosten/Zahlungen können für die Ermittlung des Liquiditätsengpasses angesetzt werden?

  • Miete und Pachtzahlungen für gewerblich genutzte Räumlichkeiten (bei Mietreduzierung um mind. 20% können Mietkosten für 5 Monate angesetzt werden)
  • Versicherungsbeiträge für die gewerbliche Tätigkeit
  • Zinsen, Leasingraten und Tilgungen für gewerblich genutzte Güter und Einrichtungen, sofern hierfür nicht bereits Stundungen gewährt wurden
  • Kfz-Kosten (Versicherungen / Leasingkosten / Haftpflicht), wenn das Fahrzeug für die wirtschaftliche Tätigkeit erforderlich ist
  • Nicht angesetzt werden können Personalkosten, entgangene Umsätze oder private Lebenshaltungskosten

Die maximale Förderhöhe beträgt

  • je nach Höhe des vom Antragsteller dargelegten Liquiditätsengpasses bis zu 20.000 Euro.

Bitte beachten: Gewährte Zuschüsse dienen als Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Realisierung anderer Ansprüche. Im Falle einer Überkompensation (Entschädigungs- und Versicherungsleistungen, andere Fördermaßnahmen z. B. des Landes) sind die erhaltenen Zuschüsse zurückzuzahlen. Die zweckentsprechende Verwendung wird von den Bewilligungsstellen im Nachgang geprüft. Die Antragsteller müssen Unterlagen zum Nachweis des Liquiditätsbedarfes mindestens 10 Jahre aufbewahren und vorlegen können.

 

Liefergemeinschaften

Die Zuwendung wird als Festbetragsfinanzierung (Projektförderung) in der Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Für den Auf- oder Ausbau des lokalen Lieferservices kann ein Investitionszuschuss gewährt werden. Förderfähig sind die Kosten der Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte, solange und soweit sie für den Lieferservice genutzt werden. Für den Betrieb des lokalen Lieferservices kann ein Betriebsmittelzuschuss gewährt werden.
Nicht förderfähig sind Eigenleistungen der Unternehmen sowie Finanzierungskosten.

  • Der Zuschuss darf den Betrag von 10.000 Euro nicht überschreiten.

Anleitung zum Antragsverfahren

Bundesprogramm und Landesprogramm

Bremerhaven
Kleine Unternehmen, Freiberuflich Tätige und Soloselbstständige in Bremerhaven können ihren Antrag nur bei der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH stellen. Weitere Information finden Sie hier https://www.bis-bremerhaven.de/de/
Es können nur Anträge berücksichtigt werden, die vollständig ausgefüllt und mit dem Personalaufweis auf der Seite https://bis.contingent.de hochgeladen wurden.

Bremen
Kleine Unternehmen, Freiberuflich Tätige und Soloselbstständige in Bremen stellen Ihren Antrag bei der BAB Bremer Aufbau-Bank GmbH. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich mit dem hier online zur Verfügung stehenden Antragsformular, das am PC ausgefüllt und anschließend mit der angeforderten Anlage wieder hochgeladen wird (nicht per E-Mail zusenden).

Es können nur vollständig ausgefüllte Anträge berücksichtigt werden, die auf der Seite https://bab.contingent.de mit folgender Anlagen hochgeladen werden:

  • Lesbare Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite), eingescannt, oder
  • Kopie des Reisepasses mit aktueller Meldebescheinigung (nicht älter als 2 Wochen)
Liefergemeinschaften

Der Antrag kann formlos, schriftlich in Papierform oder elektronisch an folgende Bewilligungsbehörden gestellt werden.

Bremen
Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa
Referat Handel, Marketing, Tourismus und Veranstaltungswesen
Christel Lübben
(Christel.Luebben@wah.bremen.de)
Zweite Schlachtpforte 3
28195 Bremen

Bremerhaven
Der Senator für Wissenschaft und Häfen
Referat Bremerhaven
(Maja.Pfeifer@wah.bremen.de)
Zweite Schlachtpforte 3
28195 Bremen

Folgende Angaben müssen enthalten sein:

  • Antragstellendes Unternehmen (Name, Adresse, Unternehmen,
  • Handelsregisternummer, Steuernummer, Bankverbindung),
    • Konzept mit Beschreibung des Lieferservices,
    • Dauer des Projektes,
    • Beteiligte Unternehmen (mindestens 10, Name, Adresse der lokalen Niederlassung, Branche),
    • Eckpunkte des Lieferservice (Lieferzeiten, Liefergebiet, ggf. Logistikpartner, Fahrzeuge, Personal),
    • sonstige relevante Angaben,
    • im Falle eines Antrags eines Zusammenschlusses ohne Rechtspersönlichkeit eine Kooperationsvereinbarung des federführenden Unternehmens mit den weiteren beteiligten Unternehmen,
    • einen Kostenplan (mit beantragtem Zuschussbedarf),
    • eine Erklärung, dass das antragstellende Unternehmen am Stichtag 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten war,
    • eine Erklärung, ob und in welcher Höhe der Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits Kleinbeihilfen nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 erhalten hat.

Die Bewilligungsbehörde ist berechtigt, weitere Unterlagen einzufordern. Diese Förderrichtlinien gelten bis zum 31.10.2020.

Bei Fragen zur Antragsstellung

Bremen
BAB Task Force 0421 / 9600 – 333

Bremerhaven
BIS Task Force
Task-force@bis-bremerhaven.de
Hotline: 0471 / 94646-333

Stand: 28.04.2020 | Hinweis: Für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen übernehmen wir keinerlei Gewähr.