Mecklenburg Vorpommern

Corona-Soforthilfe Mecklenburg-Vorpommern

Wer wird gefördert?

Hilfeberechtigt sind Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die durch die Coronapandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die ihre Existenz bedrohen. Das bedeutet, dass in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Landwirtschaftliche Unternehmen sowie Unternehmen aus den Bereichen Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur sind ebenfalls hilfeberechtigt. Gemeinnützige Unternehmen sind unabhängig von ihrer Rechtsform erfasst, soweit sie wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt tätig sind.

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe einschließlich Künstler und Kulturschaffende mit bis zu 100 Beschäftigten, die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Haupterwerb als Freiberufler oder Soloselbstständige tätig sind und in beiden Fällen
  • ihre Tätigkeit von einer Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern oder einem Sitz in Mecklenburg-Vorpommern aus ausführen und
  • bei einem deutschen Finanzamt gemeldet sind.

Nicht gefördert werden Unternehmen in Schwierigkeiten zum Stichtag 31.12.2019 gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung.
Öffentliche Unternehmen sind von der Soforthilfe ausgeschlossen. Öffentliche Unternehmen sind Unternehmen, an denen die öffentliche Hand die Kapital- oder Stimmrechtsmehrheit besitzt. Es handelt sich um eine unternehmensbezogene Hilfe. Pro Unternehmen kann die Soforthilfe nur einmal ausgeschöpft werden. Bis zur Ausschöpfung der maximalen Soforthilfe können mehrere Anträge gestellt werden. Eine Beantragung von Soforthilfe in mehreren Bundesländern ist unzulässig.

Was wird gefördert?

Gefördert wird der betriebliche Sach- und Finanzaufwand des Antragstellers in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten, der aufgrund der Coronapandemie bedingten Einnahmeausfälle voraussichtlich nicht durch die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb gezahlt werden kann (Liquiditätsengpass). Dazu gehören u. a. gewerbliche Mieten, Ausgaben für Telekommunikation und Versicherungen, Leasingraten und Zins- und Tilgungszahlungen für bestehende betriebliche Bankkredite. Das Programm sieht nicht vor, dass mit der Soforthilfe der Lebensunterhalt bestritten werden kann. Hier ist gegebenenfalls auf andere Hilfen zurückzugreifen, z. B. Grundsicherung.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe wird berechnet auf Basis des betrieblichen Sach- und Finanzaufwands des Antragstellers, u.a. gewerbliche Mieten, Ausgaben für Telekommunikation und Versicherungen, Leasingraten und Zins- und Tilgungszahlungen für bestehende betriebliche Bankkredite. Privates Vermögen wird bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses nicht berücksichtigt.

Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente):

  • bis zu 5 Beschäftigte bis zu 9.000,00 Euro,
  • bis zu 10 Beschäftigte bis zu 15.000,00 Euro,
  • bis zu 24 Beschäftigte bis zu 25.000,00 Euro,
  • bis zu 49 Beschäftigte bis zu 40.000,00 Euro,
  • bis zu 100 Beschäftigte bis zu 60.000,00 Euro.

Bei der beantragten Hilfe handelt es sich um eine Hilfe für das Unternehmen. Personenvereinigungen und Körperschaften werden als eine Einheit betrachtet.

Die Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) berechnen sich wie folgt:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1
  • Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
  • Saisonbeschäftigte = anteilig im Verhältnis der jährlichen Arbeitsstunden zu den Arbeitsstunden einer Vollzeitkraft.

Es wird dem Unternehmen überlassen, ob es Auszubildende (mit Faktor 1) bei der Ermittlung der Zahl der Beschäftigten berücksichtigt. Der Inhaber / die Inhaberin wird bei der Ermittlung der Beschäftigten nicht berücksichtigt, es sei denn er / sie ist beim Unternehmen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Eine Kumulierung mit anderen öffentlichen Hilfen ist zulässig, soweit dadurch keine Überkompensation entsteht.

Anleitung zum Antragsverfahren

  1. Der Antrag muss online ausgefüllt, heruntergeladen und unterschrieben werden.
  2. Der Antrag kann bereits vorab per Mail an soforthilfe@lfi-mv.de versandt werden.
  3. Es ist jedoch zwingend erforderlich, den Antrag ebenfalls per Post nachzureichen.
  4. Der Antrag ist spätestens bis zum 31. Mai 2020 zu stellen.
  5. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der Soforthilfe. Die Bewilligungsstelle entscheidet über den Antrag auf Grund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
  6. Die Auszahlung erfolgt in einem Betrag spätestens bis zum 31. Juli 2020.

Antragsformular

Hilfe und Beratung

Stand: 28.04.2020 | Hinweis: Für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen übernehmen wir keinerlei Gewähr.