Corona-Warn-App: 10 wichtige Fragen & ihre Antworten

Corona Warn App

Corona-Warn-App: 10 wichtige Fragen & ihre Antworten

Corona-Warn-App: 10 wichtige Fragen & ihre Antworten 1364 675 coronavirus.de

Die Corona-Warn-App hat in den Medien in den letzten Wochen und Monaten für Aufsehen gesorgt. Die gemeinsame Entwicklung der Bundesregierung und des Robert-Koche-Instituts zu dieser App verspricht große Erfolge in der Bekämpfung des neuartigen Virus und damit auch eine Einschränkung der aktuellen Pandemie. In diesem Artikel finden sie Antworten zu verschiedenen Fragen rund um die neue Corona-Warn-App für Ihr Smartphone.


Welchen Zweck erfüllt die Corona-Warn-App und wie funktioniert sie?

Die Corona-Warn-App wurde gemeinsam vom Robert-Koch-Institut und der deutschen Bundesregierung entwickelt, um die Ausbreitung der Pandemie des Corona-Virus einzuschränken. Der Hintergrund dieser App ist einfach und genial: die App wird auf das Smartphone installiert und aktiviert dabei die Bluetooth-Technologie am Smartphone. Jedes Smartphone erhält dabei eine zufällige Bluetooth-Kennung – diese Kennung trägt keinerlei persönlicher Informationen zum Smartphone-Nutzer und ist eine zufällige Reihe an Buchstaben und Zahlen. Befindet sich nun ein anderes Bluetooth-Gerät in der Nähe, z. B. ein anderes Smartphone oder Tablet, tauschen diese zwei Geräte eine kurze Nachricht untereinander aus und speichern die jeweilige die Bluetooth-Kennung des anderen Geräts zwischen.

Damit kann die Corona-Warn-App mitverfolgen, mit welchen weiteren Geräten der Nutzer in Kontakt war. Wird ein Patient positiv auf das Corona-Virus getestet, kann er das in der App mitteilen. Alle User, die in der Nähe der Bluetooth-Kennung des positiv Getesteten waren, werden darüber informiert. Sie erhalten eine Benachrichtigung, dass sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten – jedoch wird nicht mitgeteilt, wer das war und wann oder wo der Kontakt stattgefunden hat. Solche Daten können nicht weitergegeben werden, da die Corona-Warn-App lediglich die anonyme Bluetooth-Kennung, abern keine weiteren Informationen speichert.

Ziel ist es, die Ausbreitung der Krankheit so einzuschränken. Menschen, die Kontakt mit einem positiv getesteten Person hatten, sollten dann möglichst zu Hause bleiben und verstärkt auf mögliche Krankheitssymptome achten.

Inwiefern kann die Corona-Warn-App vor einer Corona-Infektion schützen?

Die Corona-Warn-App selbst bietet natürlich keinen Schutz vor dem Virus. Allerdings kann die App dem Nutzer mitteilen, ob er einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist, weil er sich z. B. in letzter Zeit in der Nähe eines positiv getesteten Users aufgehalten hat. Allerdings muss der Nutzer dann selbst entscheiden, ob er sich selbst isoliert oder nicht. Eine Verpflichtung gibt es dabei nicht.

Muss die App immer im Hintergrund laufen und muss Bluetooth immer aktiv sein?

Die Bluetooth-Funktion muss immer aktiv sein, damit die App richtig funktionieren kann. Nur wenn Bluetooth nicht ausgeschaltet wird, kann die App verlässliche Daten liefern. Allerdings muss die App dazu nicht andauernd im Hintergrund geöffnet sein. Sie wird installiert und dann einmal konfiguriert. Nach dieser Konfiguration kann die App geschlossen werden. Durch die Schnittstelle im Betriebssystem werden die Bluetooth-Kennungen weiterhin ausgetauscht, auch wenn die App im Hintergrund nicht aktiv ist.

Verringert die Corona-Warn-App die Batterielaufzeit?

Die Corona-App nutzt zwar die Bluetooth-Technologie, allerdings ist der Stromverbrauch durch die App und durch das Austauschen der zufälligen Bluetooth-Kennungen minimal, sodass sich die App kaum auf die Laufzeit des Akkus auswirkt. Sie kann problemlos verwendet werden. Das Smartphone muss nicht deutlich häufiger aufgeladen werden.

Ist jeder zur Installation und Verwendung der App verpflichtet?

Nein, sowohl die Installation als auch die Verwendung dieser App sind freiwillig. Die Verwendung ist empfehlenswert, allerdings auch nur dann, wenn die App lückenlos verwendet wird und Bluetooth dauerhaft aktiv bleibt. Nur so kann die App richtig über eine mögliche Infektion informieren.

Wie verwendet man die App richtig?

Damit die App die Infektionsgefahr richtig einschätzen und bei einem positiven Ergebnis die Mitmenschen warnen kann, sollte die Bluetooth-Funktion des Gerätes nicht ausgeschaltet werden und dauerhaft aktiv sein. Auch das Bluetooth-Tracing in der App muss auf jeden Fall aktiv sein, damit eine lückenlose Aufzeichnung möglich ist. Werden diese zwei Punkte beachtet, so kann die App lückenlos und richtig funktionieren.

Hat die App Sicherheitslücken?

Wie jedes andere Programm, hat auch diese App Sicherheitslücken, die noch nicht entdeckt wurden. Allerdings kümmern sich die Smartphonehersteller sehr schnell um Patches und Updates, um diese Lücken zu schließen. Grundsätzlich besteht für den Nutzer kein erhöhtes Datensicherheitsrisiko, wenn er diese App verwendet.

Wird der Datenschutz durch die Verwendung der App gefährdet?

Die App übermittelt keine persönlichen Daten, weder an den Server der Telekom, auf dem die Kontakte gesichert werden, noch an die anderen Smartphone-Nutzer. Es ist daher nicht möglich herauszufinden, zu welchem Nutzer eine bestimmte Kennung gehört.

Das RKI und die Bundesregierung sichern jedoch alle positiven Corona-Fälle auf einem (eigenen) Server, um das Infektionsschutzgesetz einzuhalten. Daher wäre dieser Server viel wahrscheinlicher Angriffen ausgesetzt als der Server, auf dem die anonymen und vor allem verschlüsselten Daten der Corona-App gespeichert werden.

Können andere Bluetooth-Geräte verwendet werden, während die Corona-App aktiv ist?

Ja, das ist uneingeschränkt möglich. Die Corona-App wirkt sich in keiner Weise auf die anderen Bluetooth-Verbindungen aus.

Können auch falsche positive Ergebnisse gemeldet werden?

Nein, das geht nicht. Jemand, der negativ oder gar nicht getestet wurde, kann seine Mitmenschen nicht fälschlicherweise über ein positives Ergebnis informieren. Für die Mitteilung des positiven Corona-Ergebnisses ist in der Regel ein QR-Code vom Testergebnis oder eine TAN notwendig. Diese wird dem Patienten allerdings nur bei einem positiven Ergebnis mitgeteilt.

 

App Store PlayStore