Homeoffice Schutzmaßnahmen während der Corona-Zeit

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Homeoffice Schutzmaßnahmen während der Corona-Zeit

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Immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitgeber arbeiten momentan von Zuhause aus. Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, hält Corona Deutschland noch immer in Schach. Ob und wann ein Ende des Homeoffice in Sicht ist, steht für viele Unternehmen noch nicht fest. Umso wichtiger ist es, dass auch bei der Heimarbeit die vorgegebenen Hygienevorschriften und sonstige Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Selbstschutz in Zeiten der Corona-Krise

Wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich gemeinsam für die Option entscheiden, im Homeoffice zu arbeiten, ist der erste Schritt zur Corona-Vorsorge bereits getan. Doch nicht alleine der Arbeitgeber kann für alle Hygieneregeln verantwortlich sein, sondern vor allem auch der Arbeitnehmer selbst muss weitere Schutzmaßnahmen ergreifen.

So gehört nach dem Einkaufen, dem Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel und auch zwischendrin, das Händewaschen gerade jetzt verstärkt in unseren Alltag. Die vorgegebenen Hygienemaßnahmen sollten jederzeit eingehalten werden, sowohl im Büro, als auch im Homeoffice und privat.

Die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Personenansammlungen und privaten Treffen sollten auch hier dringend beachtet werden. Um sich in dieser Zeit aber nicht völlig von anderen abzugrenzen, helfen vor allem Soziale Medien dabei, im Austausch mit Freunden, Familie und auch Kollegen zu bleiben, um in dieser zum Teil doch sehr schwierigen Situation klar zu kommen. Wichtig für die Gesundheit ist zudem auch eine gesunde ausgewogene Ernährung und nach Feierabend ausreichend Bewegung an der frischen Luft, um das Immunsystem fit zu halten.


Digitale Sicherheit, auch von Zuhause aus

Die Corona-Krise verlangt zu der momentanen Situation eine Flexibilität – auch in Bezug auf die Arbeitsplatzgestaltung, indem, wenn möglich, vermehrt Homeoffice eingerichtet wird, um dadurch die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Aber egal aus welchem Grund, die Regelungen zum Datenschutz müssen auch in dieser Ausnahmesituation eingehalten werden, denn Händewaschen und Abstände einhalten schützt zwar vor Covid-19 – aber nicht vor Kriminellen.

Wer trägt die Verantwortung für sensible Firmendaten?

Eine klare gesetzliche Vorgabe gibt es für das Homeoffice nicht, so entscheidet jedes Unternehmen selbst wie dieses gestaltet sein soll. Doch welche Voraussetzungen müssen Arbeitgeber dabei erfüllen? Da dieser stets die datenschutzrechtliche Verantwortung hat, sind im Arbeitsvertrag selbst Vorgaben für den Umgang mit Firmeninformationen vereinbart.

Weitere Regelungen Ihrer Firma im Speziellen finden sie auch im Arbeitsrecht. Ist zusätzlich nichts im Arbeitsvertrag vereinbart, kann auch nachträglich eine vertragliche Regelung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeber vereinbart werden. Diese hilft auch dabei, eine Regelung bezüglich Arbeitszeiten und Erreichbarkeiten festzulegen.
Allgemein lässt sich für die sensiblen Firmendaten schonmal sagen: je sensibler und dadurch schützenswerter die Daten, umso stärker muss der entsprechende Schutz sein.

Privater Rechner oder Dienstlaptop?

Die sicherste Methode, um geschäftsinterne Daten auch in der Heimarbeit vor Social-Engineering-Angriffen und Pishing-Attacken zu schützen, ist die Zurverfügungstellung eines Dienstlaptops. Private Rechner sind oftmals weniger gut geschützt und daher leichtere Ziele von Cyber-Attacken. Auch der Zugriff auf den internen Server oder andere sensible Firmendaten sollte keinesfalls auf dem privaten Rechner erfolgen. Neben einem Passwortschutz für den Laptop sollte auch die Festplatte selbst, das Betriebssystem und auch externe Datenträger wie beispielsweise USB-Sticks verschlüsselt werden. Stellen Sie auch sicher, dass Ihre Anti-Virus Lösung stets auf dem neuesten Stand ist.

Daten sicher mit Hilfe von VPN versenden

Mithilfe eines Virtual Private Network (VPN) kann der Arbeitnehmer außerdem auch im Homeoffice auf Daten der firmeninternen Laufwerke und das Intranet mit einer starken End-to-End-Verschlüsselung zugreifen.
Eine schnelle Internetverbindung und ausreichend Datenvolumen gehören nämlich zusätzlich zu Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit im Homeoffice. Von einer guten und vor allem auch sicheren Internetverbindung profitieren vor allem bei Videoanrufen alle Parteien gleichermaßen.

Sichere Kommunikationswege

Insbesondere für Kunden, aber auch für Kollegen, sollte der Arbeitnehmer zudem auch unter der gewohnten Büronummer erreichbar sein. Dies ist dank Apps und VoiP- Anlagen sicher und einfach möglich.
Die private Handynummer ist also auch in Zeiten von Corona und Heimarbeit privat und sollte nur mit Zustimmung für innerbetriebliche Kommunikationsnetzwerke genutzt werden, um auch Kontakt mit den Teamkollegen nicht zu verlieren.

Wie kann das Unternehmen selbst zudem für mehr Sicherheit sorgen?

Als erste Maßnahme sollten regelmäßig Schulungen stattfinden, um die Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren. Zudem sollten die VPN-Konten stets auf dem neuesten Stand sein und auf Missbrauch durch Angreifer überwacht werden. Neben den bekannten Anti-Virus-Software gibt es zudem auch verbesserte Next-Generation-Software, welche die Sicherheit ihres Geräts deutlich erhöht. Nutzen Sie außerdem das Intranet über Ihr VPN-Konto sollte hier eine Multi-Faktor-Authentifizierung benutzt werden.


Von Zuhause arbeiten: Quarantäne, Krankschreibung und Kurzarbeit

Was passiert, wenn durch den Beruf die Arbeit von zuhause aus nicht möglich ist?

Kann der Beruf nicht in Heimarbeit ausgeübt werden muss hier durch den Arbeitgeber mit der Agentur für Arbeit abgeklärt werden, ob Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht. Falls Kurzarbeitergeld möglich ist, entspricht dieses 60 % des Nettoeinkommens für kinderlose und 67 % für Arbeitnehmer mit Kindern.

Wie genau läuft eine Krankschreibung während der Arbeit im Homeoffice?

Hier muss zunächst unterschieden werden, ob eine Krankschreibung wegen Corona oder wegen einer anderen Erkrankung vorliegt. Besteht kein Verdacht auf Corona, so kann eine Krankschreibung per Telefon von Zuhause aus erfolgen. Sollte Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bestehen, so kann eine Quarantäne-Verordnung nicht ausgeschlossen werden. Bis zu sechs Wochen muss der Arbeitgeber auch bei Quarantäne das Gehalt weiterzahlen, danach greift der Versicherungsschutz der Krankenkasse.


Fazit: Arbeitsrecht, Kommunikation und Einfühlungsvermögen – Die Mischung macht’s

Eine Situation, wie sie momentan in Deutschland herrscht, gab es so noch nie. Wenn Jobs in Heimarbeit durchgeführt werden müssen, stellt das daher viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor bisher unbekannte Herausforderungen, bietet allerdings auch eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Um klare Verhältnisse zu schaffen sind Absprachen besonders wichtig. Das geltende Arbeitsrecht, sowie Datenschutzbestimmungen können und sollen als Orientierung dienen, ausschlaggebend ist jedoch eine Kommunikation auf Augenhöhe. Auch das persönliche Wohlbefinden nach Arbeitsende, sollte nicht außer Acht gelassen werden und stets die Verantwortung der eigenen vier Wände bezüglich der getroffenen Maßnahmen und Hygienestandards übernommen werden. Durch die aktuelle Situation in Deutschland ist gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis wichtiger denn je zuvor. Es muss klar kommuniziert werden, warum welche Arbeitsform bevorzugt wird und welche Konsequenzen diese Wahl für alle Beteiligten hat.