Videokonferenzen: 6 Tools im Überblick

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Videokonferenzen: 6 Tools im Überblick

Videokonferenzen: 6 Tools im Überblick 1920 950 coronavirus.de

Da aufgrund der Corona-Krise ein persönlicher Kontakt mit Arbeitskollegen und Geschäftspartnern oftmals nicht möglich ist, müssen andere Wege genutzt werden, um sich auszutauschen. Auf Gespräche mit Blickkontakt muss trotz Kontaktsperre nicht verzichtet werden. Mit diesen Tools für Videokonferenzen halten Sie Meetings ohne Ansteckungsgefahr einfach online ab.

Zoom Meetings

Zoom Video

Zoom Meetings bietet eine optimierte Videokonferenz für Unternehmen. In der kostenlosen Version können sich bis zu 100 Teilnehmer 40 Minuten lang digital treffen und alles Wichtige besprechen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich per Chat auszutauschen. Features wie eine erweitere Cloud-Speicherkapazität und die Transkription der Videoaufzeichnung sind ebenfalls enthalten. Wenn Sie das Programm für eine Unterhaltung zu zweit nutzen wollen, besteht kein Zeitlimit. Mit Zoom lassen sich die Meetings aufnehmen und mit anderen Personen teilen. Als Moderator besitzt man die Administratorrechte, kann Teilnehmer zur Videokonferenz einladen und eine Aufnahme starten. Wer einfach Teilnehmer eines Meetings ist, darf die Aufnahme der Besprechung nur mit Erlaubnis des Moderators beginnen.

Für kleine und mittelständische Unternehmen reicht die Gratis-Version von Zoom Meetings, um virtuell konferieren zu können. Nach Ablauf der 40 Minuten kann einfach eine neue Besprechung gestartet werden – und das so oft wie gewünscht. Dennoch kann das Limit Stirnfalten erzeugen. Für Videokonferenzen ohne eine zeitliche Begrenzung und mit mehr als 100 Teilnehmern gibt es verschiedene gebührenpflichtige Abo-Modelle. Die Pro-Version gibt’s ohne Zeitlimit und kostet für Moderatoren 13,99 Euro im Monat. Mit der Business-Version können bis zu 300 Personen an der Konferenz teilnehmen. Hier fallen pro Monat 18,99 Euro an. Voraussetzung für eine Buchung ist die Anmeldung von mindestens zehn Moderatoren. Ab einer Anmeldung von 50 Moderatoren ist die Enterprise-Version zu empfehlen. Für eine Buchung dieses Modells muss beim Vertrieb von Zoom angefragt werden.


Microsoft Teams

Microsoft Teams

Der Konferenz-Dienst Microsoft Teams gehört zu Microsoft Office 365. Aufgrund der aktuellen Krise durch das neuartige Virus darf das Programm ganze sechs Monate lang kostenlos genutzt werden. Microsoft Teams ist eine Plattform, die Besprechungen mit Chatoption und das Anfertigen von Notizen und Versenden von Anhängen kombiniert. Wenn Sie bereits Microsoft Office 365 in der Firma nutzen, fallen auch außerhalb der Krise keine monatlichen Kosten an. Das Programm in der Basisversion bietet eigentlich alles, was für eine normale Videokonferenz vonnöten ist. Die Versionen Office 365 Business Essentials, Office 365 Business Premium und Office 365 E 3 sind im Jahresabo erhältlich und liefern weitere Features. Kritiker von Microsoft Teams bemängeln Schwächen beim Teilen von digitalen Inhalten und die Produktivität mit Threading.


GotoMeeting

GoTo Meeting

Für kleine Unternehmen ist GotoMeeting ideal. Die kostenfreie Version ist für Gruppen aus drei Personen gedacht. Mehr Teilnehmer können die Software 14 Tage lang ausprobieren, bevor sie einem Abo für monatliche 10,75 Euro pro Moderator zustimmen. Mit der Standard-Version von GotoMeeting sind Besprechungen von bis zu 150 Teilnehmern möglich. Für größere Gruppen ist die Business-Version zu empfehlen. 250 Personen können damit für 14,33 Euro im Monat konferieren. Das Programm bietet die Möglichkeit, die Besprechungen aufzuzeichnen. Ein sinnvolles Feature ist zudem die Option, passwortgeschützte Konferenzräume zu erstellen. GoToMeeting ist leicht zu bedienen und besticht durch eine solide Datenübertragung. Die Qualität von Tonaufnahmen ist aber nicht immer überzeugend. Wenn Sie großen Wert auf den Sound legen, sind Sie mit Zoom Meetings besser beraten.


Google Hangouts

Google Hangouts

Mit Hangouts Meet bietet auch Google ein optimales Tool für virtuelle Besprechungen an. Die Basis-Version enthält die Option, Videokonferenzen für bis zu 100 Teilnehmer zu starten. Außerdem ist Google Mail und Google Docs integriert. Das Programm kann nur in Verbindung mit der Software G-Suite von Google genutzt werden und ist kostenpflichtig. Wenn Sie Hangouts Meet testen möchten, können Sie das 14 Tage lang ohne Aufpreis machen. Nach Ablauf der Probezeit fallen lediglich fünf Euro im Monat an Gebühren an. Die Kosten hat allerdings jeder User zu tragen. Die Business-Version für 150 Personen oder die Enterprise-Version für 100 Teilnehmer zusätzlich dürfen die Nutzer von G-Suite aufgrund von Corona bis zum 1. Juli 2020 kostenlos verwenden. Über Google Hangouts ist die Verbindung zwar nicht die beste, aber für eine schnelle Absprache ist das Tool ausreichend.


Cisco WebEx

Cisco Webex

Auch Cisco WebEx stellt während der Krise eine kostenfreie Version zur Verfügung. Ohne eine zeitliche Begrenzung können mit dem Programm bis zu 100 Personen zu Besprechungen eingeladen werden. Nach der Pandemie gibt es verschiedene Versionen, die sich zum Beispiel in puncto Cloud-Speicher für das Austauschen von Dateien unter den Teilnehmern der Videokonferenz oder hinsichtlich der Option eines Kundensupports rund um die Uhr unterscheiden. Die Starter-Version kostet im Monat 12,85 Euro und reicht für normale Besprechungen, in denen keine großen Datenmengen transferiert werden müssen. Mit der Business-Version für 25,65 Euro kommt die Möglichkeit hinzu, weitere Moderatoren zu einem Account hinzuzufügen. Das Vergrößern der Video-Bilder von Gesprächspartnern gelingt Webex bei einer Videokonferenz mit vielen Teilnehmern nicht so gut. Im Verhältnis überzeugt hier GoToMeeting deutlich. Zudem besteht eine eingeschränkte Zahlungsweise, denn bezahlt werden kann nur per Kreditkarte.


Skype

Skype

Microsoft hat mit seinem wohl bekanntesten VoIP-Dienst Skype ein weiteres Tool in petto, mit dem Videokonferenzen abgehalten werden können. Mit dem Gruppen-Videochat in Skype bringen Sie Arbeitskollegen und Geschäftspartner virtuell zusammen. Für eine Besprechung muss nicht zwangsläufig ein Account erstellt werden. Das Tool kann einfach im Browser geöffnet und ein Anruf per Video gestartet werden. Dann verschicken Sie einen Einladungslink an die anderen Teilnehmer, die zur Videokonferenz dazustoßen sollen. Für eine regelmäßige Nutzung ist die Einrichtung eines Accounts ratsam. Die einfache Handhabung und eine Kontaktaufnahme für bis zu 25 Personen gleichzeitig sind sehr nützlich. Außerdem ist das Programm für unbegrenzte Zeit kostenlos verfügbar. Für eine sichere Verbindung ist das Tool allerdings ungeeignet. Mit der Bezahlversion Skype for Business sind Konferenzen mit 250 Personen möglich.


Fazit

Videokonferenzen lassen sich heutzutage dank zahlreicher Programme technisch gut umzusetzen und sind auch außerhalb der Corona-Krise sinnvoll, um Reisekosten und Zeit zu sparen. Für eine solide Besprechung muss kein kostenpflichtiges Tool genutzt werden. Kleine Firmen können Gratis-Versionen nutzen. Zoom Meetings und GoToMeeting sind die Spezialisten unter den Anbietern. Wenn häufig Videokonferenzen mit vielen Teilnehmern stattfinden sollen, lohnt sich die Investition. Zudem benötigen die Programme keine zusätzliche Software, um genutzt werden zu können.